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Altersvorsorge für Freiberufler: Gesetzliche Rente reicht nicht!

Für viele Freiberufler ist die Altersvorsorge ein äußerst unbeliebtes Thema. Oft wird die Planung der Altersvorsorge in die Hände des Finanz-/ Versicherungsberaters gegeben oder man bleibt einfach in der gesetzlichen Rentenversicherung. Warum das ein schwerwiegender und vor allem teurer Fehler ist möchte ich dir in diesem Beitrag zeigen.

Als Freiberufler haben wir im Vergleich zu vielen Angestellten einen erheblichen Vorteil. Wir können uns bewusst gegen die gesetzliche Rentenversicherung entscheiden und stattdessen privat Vorsorgen. Es lohnt sich diesen Vorteil zu nutzen! Mit der gesetzlichen Rentenversicherung kannst du den aktuellen Lebensstandard nämlich nicht sichern.

Armut im Alter

Inzwischen gibt es zahlreiche Dokumentationen über die gesetzliche Rentenversicherung in Verbindung mit der Altersarmut. Schon ein kurzer Blick auf den Rentenbescheid zeigt auch Besserverdienern den mageren monatlichen Nettorentenbetrag. Mit diesem Betrag ist es schon heute sehr schwierig seinen Lebensunterhalt zu decken. Wie wird es erst in 30 Jahren bei einer von der EZB geplanten Inflationsrate von ca. 2% sein? Die Kaufkraft wird erheblich abnehmen da wir in 30 Jahren je Euro deutlich weniger erwerben können.

Zu dieser Problematik möchte ich dir folgendes Video empfehlen:


Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=A3yP0sVacBQ

Freiberufler in der Künstlersozialversicherung (KSV)

Die Künstlersozialversicherung bietet Freiberuflern die im künstlerischen und publizistischen Bereich tätig sind erhebliche Vergünstigungen bei den Sozialabgaben. Dazu zählt neben der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung natürlich auch die Rentenversicherung. Besonders in der Gründungsphase ist es sinnvoll die KSV wegen der deutlich geringeren Beiträge in Anspruch zu nehmen, weil die private Krankenversicherung in dieser Zeit aufgrund der hohen Fixkosten keine wirkliche Alternative darstellt. Leider ist man mit Inanspruchnahme der KSV auch in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert

Sobald die monatlichen Abgaben an die KSV die Beiträge einer privaten Krankenversicherung deutlich überschreiten, ist es eine Überlegung wert in die private Krankenversicherung zu wechseln und die private Altersvorsorge zu starten.


Hinweis:

Zum Berechnen deiner Beiträge an die KSK habe ich ein kleines Tool entwickelt mit dem du deine Abgaben schnell und anonym ermitteln kannst. zum KSK-Rechner


Private Altersvorsorge

Die private Altersvorsorge ist alternativlos, um es mit den Worten der Bundeskanzlerin zu beschreiben. Es gibt viele Möglichkeiten privat für das Alter vorzusorgen. Rürup, Riester-Rente, Immobilien, Aktien, ETFs oder doch lieber der Sparstrumpf unterm Bett?

Noch ein Beitrag zur Altersvorsorge für Freiberufler?

Die private Altersvorsorge ist ein komplexes Thema, welches ich in einem separaten Beitrag behandeln möchte. Allerdings möchte ich dich mit dem Thema Altersvorsorge nicht langweilen.

Deshalb eine kleine improvisierte Umfrage:
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von Ralf
Seit Abschluss seines Designstudiums im Jahr 2009 ist Ralf erfolgreich als freiberuflicher Designer tätig. Daneben ist er Autor des Blogs freiberufler-werden.de.

2 Kommentare

  1. Antworten

    Im Video müsste eigentlich erst die Krankenversicherung abgezogen von der Rente abgezogen werden, bevor die Steuer errechnet wird, da diese absetzbar ist. Auch ist eine Annahme von 20% Steuern ziemlich hoch, da der Steuerfreibetrag im Laufe der Jahre ebenfalls mitwächst und somit die Steuerlast in Zukunft niedriger liegen wird. 3% Inflation durchschnittlich halte ich auch für übertrieben. Insgesamt also nicht ganz so schlimm, aber natürlich tut sich da politisch gewollt eine Lücke auf.
    Wer Riester- oder Rürup will kann sich mal bei fairr.de umschauen. Die sind transparent was die Kosten angeht und sehr günstig..

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