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Business-Knigge: 9 Regeln die du kennen musst!

Gutes Benehmen ist im Berufsleben ein wichtiger Erfolgsfaktor. Was im privaten Umfeld noch völlig in Ordnung ist, kann im beruflichen Umfeld absolut unangebracht sein. Souveränes Auftreten ist deshalb unerlässlich, um als Freiberufler erfolgreich zu sein. Dieser Beitrag zum Thema Business-Knigge beantwortet viele Fragen, die sich bezüglich Umgangsformen im Geschäftsleben stellen. Viel Spaß beim lesen!

1. Die richtige Reihenfolge bei der Begrüßung 

Die ranghöchste Person wird immer zuerst begrüßt. Das gilt auch dann, wenn eine Dame anwesend ist. Ansonsten werden Damen vor Herren und ältere vor jüngeren Personen begrüßt. Auch wenn es in deinem Freundeskreis mit der Begrüßung sicher nicht so streng genommen wird, empfehle ich dir diese Regel auch bei Freunden anzuwenden. Du trainierst dein Verhalten. Somit musst du auch im geschäftlichen Kontext nicht mehr lange über die Reihenfolge bei der Begrüßung nachdenken.

2. Gäste begleiten

Falls du von einem Geschäftspartner im Büro besucht wirst, wäre es besonders unhöflich, diesen alleine vom Eingang durch das ganze Gebäude irren zu lassen. Sorge dafür, dass deine Gäste vom Eingang in dein Büro geführt werden und auch wieder zurück.

3. Mit dem Geschäftspartner im Auto

Schön, wenn dir dein Geschäftspartner anbietet, dich in seinem Auto mitzunehmen. Du solltest dich dabei aber niemals auf die Rückbank des Autos setzen während der Beifahrersitz unbesetzt bleibt — nach Business-Knigge ist das nicht! Das Setzen auf den Rücksitz erschwert nicht nur das Gespräch während der Fahrt, sondern gilt auch als unhöflich. Dein Geschäftspartner ist ja schließlich kein Chauffeur.

4. Visitenkarten richtig annehmen

Sicherlich hast du von deinen Geschäftspartnern schon die ein oder andere Visitenkarte erhalten. Sehr unhöflich ist es, wenn du die Visitenkarte einfach ungesehen in deine Tasche steckst. Nimm dir kurz Zeit und schaue dir die Visitenkarte an bevor du Sie sorgfältig in deiner Tasche platzierst.

Natürlich solltest du auch eine Visitenkarte von dir anbieten. Du signalisierst deinem Geschäftspartner damit, dass du an einem Austausch interessiert bist.

5. Smalltalk: An der Oberfläche bleiben!

Der Smalltalk ist ein lockeres Gespräch, welches für Viele manchmal sehr oberflächlich erscheint. Vielleicht ist es auch deshalb bei einigen Freiberuflern nicht besonders beliebt. Dennoch hat der Smalltalk in der Geschäftswelt eine wichtige Aufgabe. Es geht darum, einander kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und eine Basis für eine gute Beziehung zu legen. Die Themen sollten positiv sein und nicht zu Differenzen führen. Politische Themen solltest du im Smalltalk vermeiden. Bleibe lieber beim Wetter, auch wenn dir das zu oberflächlich erscheint 🙂

6. Persönliche Differenzen in Meetings

Anders als bei einem gemeinsamen Treffen mit Freunden, kannst du dir die Personen in geschäftlichen Meetings nicht aussuchen. Gibt es Konflikte, die durch eine Entscheidung eines Meetingteilnehmers entstanden sind, solltest du Ihn nicht vor versammelter Mannschaft durch deine Kritik bloßstellen. Das gilt auch dann, wenn deine Kritik völlig berechtigt ist. Nach Business-Knigge solltest du deine Kritik in einem Vier-Augen-Gespräch äußern. Allgemein gilt: Kritik unter vier Augen, Komplimente in der Gruppe. Bleibe beim Verteilen von Komplimenten unverfänglich. Statt dem Aussehen solltest du eher Leistungen und Charakterzüge loben.

7. Akademische Titel und Höflichkeitsformen

Es gibt zahlreiche akademische Titel. Laut Business-Knigge werden aber nur noch Träger von Doktor- und Professorentiteln mit diesem angesprochen. Bei Titel wie »Prof. Dr. med. Dr. rer. nat.« solltest du nur den höchsten Titel verwenden (Prof. Dr.). Weglassen solltest du den Titel nur, wenn es dir angeboten wird. Verwende den Titel auch in E-Mails. Geschäftliche E-Mails sollten nicht zu schnell formlos werden. »Hallo«, und »Mfg« haben in den ersten E-Mails mit einem neuen Geschäftspartner nichts zu suchen. Nach einer längeren Korrespondenz können E-Mails auch formloser geschrieben werden. Vermeide auch vorschnelles Duzen. Nach Business-Knigge wird  das »Du« immer vom Ranghöheren oder Älteren angeboten.

8. Der richtige Abstand beim Gespräch

Achte besonders bei geschäftlichen Gesprächen auf einen geeigneten räumlichen Abstand zwischen dir und deinem Geschäftspartner. Viele Menschen empfinden es als unangenehm, wenn eine Person, die sie nicht gut kennen, zu nahe kommt. Eine Distanz die viele Menschen im geschäftlichen Umfeld als angenehm empfinden liegt zwischen 1,5m und 3m.


 

Exkurs: Distanzen der 4 Raumzonen (nach R.H. Ruhleder)

introvertierte Menschen

Intimdistanz: 0,40 m – 1,50 m
persönliche Distanz: 1,50 m – 2,00 m
gesellschaftlich-wirtschaftliche Distanz: 2,00 m – 4,00 m
Ansprachedistanz ab 4,00 m

extravertierte Menschen

Intimdistanz: 0,30 m – 0,50 m
persönliche Distanz: 0,40 m – 1,50 m
gesellschaftlich-wirtschaftliche Distanz: 1,50 m – 3,00 m
Ansprachedistanz ab 3,00 m


 

9. Anrufe bei Geschäftstreffen

Dein Geschäftspartner sollte beim gemeinsamen Treffen die volle Aufmerksamkeit haben. Wenn ständig das Telefon klingelt, sorgt das nicht nur für Unruhe, du zeigst deinem Geschäftspartner damit, dass alles Andere wichtiger ist. Im Business-Knigge wird der Wertschätzung deines Geschäftspartners eine hohe Bedeutung beigemessen. Anrufe solltest du deshalb nur in Notfällen entgegennehmen. Grob unhöflich ist es auch, Smartphone und Schlüssel auf dem Tisch zu platzieren. Im Business-Knigge bezeichnet man dies inoffiziell als »Proletengedeck«

Zusammenfassung zum Thema »Business-Knigge«

Der Business-Knigge umfasst unzählige Höflichkeitsformen für den geschäftlichen Umgang mit unseren Mitmenschen. Neben fachlichen Qualifikationen ist gutes Benehmen ein wichtiger Faktor um neue Aufträge zu akquirieren und bestehende Kontakte zu pflegen. Sicherlich bist du auch schon auf Geschäftspartner gestoßen, die sich nicht an solche Regeln halten. Mich würde interessieren, welches Verhalten du als besonders unhöflich empfindest und freue mich auf deine Kommentare.

von Ralf
Seit Abschluss seines Designstudiums im Jahr 2009 ist Ralf erfolgreich als freiberuflicher Designer tätig. Daneben ist er Autor des Blogs freiberufler-werden.de.

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