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Ein erfolgreicher Freiberufler werden: Warum es dafür nur genau zwei Wege gibt!

Ein Gastbeitrag von Jonas DrechselNach hunderten Gesprächen mit Agenturen, Unternehmen und Freelancern, über 1.000 gesichteten Freiberufler Portfolios und der Gründung des Freelancernetzwerks NOOK NAMES steht für mich fest: Durch Zufall wirst du kein erfolgreicher Freiberufler in der Kreativ- und Werbebranche. Es gibt dafür nur genau zwei Wege:

  1. Agenturerfahrung sammeln
  2. Freie Projekte

In diesem Gastbeitrag sammle ich deshalb zunächst die wichtigsten Faktoren, um ein erfolgreicher Freiberufler zu werden und gehe dann auf die beiden Wege ein.

Was macht einen erfolgreichen Freiberufler aus?

  • Erfahrung: Du musst möglichst viel über deinen Job wissen. Theoretisch und praktisch. Dafür brauchst du Erfahrung.
  • Spezialisierung: Als Beispiel: Kein Grafiker kann alles können. Konzentriere dich auf Web Apps, Corporate Design oder 2D Motion Design und du erhöhst deine Chancen, dich als Experte positionieren zu können.
  • Kontakte: Du willst selbständig sein, kennst aber keine potentiellen Kunden? Dann wird es ein harter Kampf. Melde dich bei Portalen wie NOOK NAMES an.
  • Arbeitsweise: Du musst dein Handwerk beherrschen. Natürlich kommen auch mal besondere Herausforderungen auf dich zu. Aber wie willst du diese meistern, wenn es an den Grundlagen happert?
  • Umgang mit den Kunden: Als Freelancer bist du ein Unternehmer und musst deinen Kunden ganzheitlich beglücken. Das erfordert immer wieder, sich ganz klar zu positionieren.
  • Businessdenken: Kenn deinen realistischen Tagessatz, von dem du leben kannst, der nicht zu wenig ist und den du auch am Markt durchsetzen kannst.  

Weg 1: Agenturerfahrung sammeln

Ausschlaggebend für einen erfolgreichen Freiberufler ist überraschenderweise immernoch das Können. Du musst, wie bereits gesagt, als Freiberufler Experte in deinem Bereich sein. Wenn du jahrelang in einer Werbeagentur Websites gebaut hast, kann dein potentieller Kunde davon ausgehen, dass du das auch bei ihm hinkriegst. Sicher dir also unbedingt die Möglichkeit von deiner (Ex-)Agentur zu, gewisse Arbeiten präsentieren zu dürfen. Angenommen du hast in einer größeren Agentur für Kunden gearbeitet, zu denen dein potentieller Auftraggeber aufschaut: Jackpot!

Nicht zu vergessen: Deine alte Agentur könnte natürlich auch dein erster Kunde sein. Oder du hast für gewisse Projekte immer wieder mit anderen Agenturen gearbeitet, die dein Wissen schätzen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass ein paar Jahre Werbeagentur wohl die beste “Ausbildung” für einen kreativen Freelancer sind. Aber es gibt natürlich immer Alternativen!

Weg 2: Freie Projekte

In einem unserer Freelancerportraits berichtete eine Texterin, sie solle doch erstmal 5 Jahre in einer großen Agentur Erfahrungen sammeln und sich „krumbuckeln“ (Zitat!). Dann könne sie auch ordentliche Tagessätze verlangen und für Mercedes und Co. schreiben. Das ist meiner Meinung nach allerdings nur die halbe Wahrheit. Wenn du nicht fest in einer Werbeagentur arbeiten willst – und hey, das kann ich voll verstehen – brauchst du einen anderen Weg, um dich weiterzuentwickeln, dir praktische Skills draufzuschaffen und dir nen Portfolio zuzulegen, mit dem du Kunden überzeugen kannst. Und auch dich selbst. Du kommst aus dem Studium oder wolltest dich schon immer als Kreativer verwirklichen. Kein Problem! Aber erwarte nicht, dass du anfangs besonders gut davon leben kannst. Außer du bist ein Wunderkind – aber das sind erfahrungsgemäß die Wenigsten.

Aus meiner Sicht sind freie Projekte deshalb optimal geeignet, um zu zeigen, was du kannst. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und du zeigst trotzdem, dass du zielgruppenorientiert denken kannst. Wenn dein Kumpel gerade nen Burgerladen aufmacht, solltest du das auch direkt als Chance sehen. Sei dir auch nicht zu schade kleine Projekte für wenig Geld zu wuppen. Wichtig nur: Du darfst das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Eigne dir Schritt für Schritt die Skills an, die einen erfolgreichen Freiberufler ausmachen.

Fazit: Die zwei Wege hin zum erfolgreichen Freiberuflertum

Es gibt gewisse Anforderungen, die der “Markt” an Freiberufler stellt. Wir als Freelancernetzwerk NOOK NAMES, deren Hauptaufgabe darin besteht Freelancer an Auftraggeber zu vermitteln, nehmen nur Freiberufler auf, die sich eindeutig als Dienstleister positionieren, ausreichend Referenzen für ihre entsprechende Dienstleistung vorweisen können und sich dabei qualitativ unter den besten 50% befinden. Natürlich können auch andere Kreative einen guten Job abliefern. Jedoch geht es als Freiberufler in erster Linie darum, seinem Kunden glaubhaft aufzuzeigen, dass sie den Auftrag auch wunschgemäß umsetzen können. Um dies leisten zu können, führt kein Weg an Agenturerfahrung oder freien Projekten vorbei.

 

Als Mitgründer des Freelancernetzwerks NOOK NAMES möchte ich kreativen Freiberuflern Tipps & Tricks aus unserer langjährigen Erfahrung mit Auftraggebern auf den Weg geben. Besonders viel haben wir beim Sichten von über 1.000 Freelancer-Profilen gelernt. Melde auch du dich gerne an: nook-names.de/mitmachen/

3 Kommentare

  1. Antworten

    Ich liebe Selbständige, mache einfach die Erfahrung, dass die sich immer voll ins „Zeug“ hängen. Das gefällt mir, dieses Aktive. Daher lese ich auch immer wieder gerne hier im Blog. Vielen Dank, Grüassli nadja horlacher

    • Antworten

      Danke Nadja! Solche Kommentare motivieren mich auch weiterhin diesen Blog zu betreiben. Viele Grüße, Ralf

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