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Freiberufliche Tätigkeit anmelden: So musst du starten!

Als Freiberufler profitierst du von vielen Vorteilen. Dazu gehören beispielsweise vereinfachte Steuererklärungen und Buchführungspflichten. Dennoch musst du die freiberufliche Tätigkeit natürlich anmelden. Da auch ich am Anfang meiner freiberuflichen Tätigkeit nicht genau wusste, wie und wo ich mich eigentlich anmelden muss, erkläre ich dir im nachfolgenden Artikel, an welche Stellen du dich wenden musst.

Beim Finanzamt und den zuständigen Kammern die freiberufliche Tätigkeit anmelden

Viele Freiberufler freuen sich auf die unabhängige Tätigkeit, der sie in Zukunft nachgehen können. Wenn du dein eigener Chef bist, dann ist das ein Schritt in die Unabhängigkeit. Du bist unabhängig vom Chef oder Vorgesetzten. Aus dieser Unabhängigkeit folgt jedoch auch, dass du dich um Meldepflichten und steuerliche Dinge selbst kümmern musst. So steht schon am Anfang deiner Freiberuflichkeit die Frage im Raum, wie und wo du diese eigentlich anmelden musst. Vor der Aufnahme deiner Tätigkeit solltest du dich darüber informieren, ob du freiberuflich tätig bist oder als Gewerbetreibender arbeitest. Ich habe in meinen anderen Blogeinträgen bereits darüber geschrieben.

Mitteilung an das Finanzamt

Da die Abgrenzung zwischen dem Gewerbetreibenden und dem Freiberufler nicht immer eindeutig ist, solltest du unter Umständen einen Steuerberater oder Rechtsanwalt aufsuchen. Diese Experten können dir eine Orientierung dazu geben, wie das Finanzamt dich einstufen wird. Du musst deine Tätigkeit nämlich dem Finanzamt schriftlich innerhalb von vier Wochen nach ihrer Aufnahme anzeigen. Bei dieser ersten Mitteilung an das Finanzamt solltest du deine Tätigkeit möglichst genau beschreiben, damit sie als freiberufliche Tätigkeit anerkannt wird. Das Finanzamt wird dir daraufhin einen Fragebogen zuschicken, in welchem du Angaben zu deinem Beruf, dem zu erwartenden Umsatz und anderen Dingen machen musst. Mit diesem Fragebogen wirst du deine freiberufliche Tätigkeit anmelden und das Finanzamt entscheidet letztlich, ob du tatsächlich als Freiberuflicher eingestuft wirst. Sollte das der Fall sein, bekommst du eine entsprechende Nachricht mit einer Steuernummer zugeschickt. Stuft das Finanzamt die Tätigkeit als Gewerbe ein, so kannst du dagegen noch Widerspruch einlegen.

Die Anmeldung beim Finanzamt reicht in vielen Fällen nicht aus

Solltest du als Freiberufler eingestuft werden, ist die erste Hürde genommen. Nun musst du ggfs. auch noch bei anderen Behörden deine freiberufliche Tätigkeit anmelden. Viele Freiberuflicher sind nämlich in Standeskammern oder Körperschaften organisiert. Dazu zählen zum Beispiel Notare, Steuerberater, Ärzte und Architekten. Solltest du in diesen Berufen arbeiten, musst du bei den zuständigen Kammern deine freiberufliche Tätigkeit anmelden. Auch bei der Rentenversicherung musst du unter Umständen deine freiberufliche Tätigkeit anmelden. Ob du Beiträge zur Rentenversicherung zahlen musst, richtet sich nach verschiedenen Faktoren. Gleiches gilt auch für die Anmeldung bei der Künstlersozialkasse. Dabei handelt es sich um eine Krankenversicherung für Künstler und Publizisten, bei der du dich evtl. anmelden musst.

Fazit

Das Finanzamt entscheidet, ob du als Freiberufler eingestuft wirst. Du musst deine Tätigkeit innerhalb von vier Wochen nach Aufnahme beim Finanzamt anzeigen und schließlich auch anmelden. Wirst du als Freiberufler eingestuft, bekommst du eine Steuernummer. Weiterhin musst du dich, je nach Art deiner freiberuflichen Tätigkeit, auch bei der zuständigen Kammer, der Rentenversicherung und der Künstlersozialkasse anmelden. Nachdem du die Anmeldung gemeistert hast steht deiner freiberuflichen Tätigkeit nichts mehr im Wege. Um auch nach der Anmeldung erfolgreich zu arbeiten empfehle ich dir mein kostenfreies e-Book „Die 10 schlimmsten Fehler als Freiberufler“ zu laden.

von Ralf
Seit Abschluss seines Designstudiums im Jahr 2009 ist Ralf erfolgreich als freiberuflicher Designer tätig. Daneben ist er Autor des Blogs freiberufler-werden.de.

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