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Geld sparen als Freiberufler: 5 einfache Schritte

Rücklagen bieten uns als Freiberufler viel Sicherheit und Freiheit. Je höher die Rücklagen, desto besser. In diesem Beitrag erfährst du, in welchen Schritten ich meine monatliche Sparrate erhöht habe, um mir ein komfortables finanzielles Poster aufzubauen. Geld sparen beginnt mit einem klar definierten Sparziel.

Schritt 1: Sparziel festlegen

Das Ziel war klar. Ich wollte nicht für eine Reise, ein Auto oder irgendwelche Einrichtungsgegenstände mein Geld sparen. Viel wichtiger sind mir unternehmerische Liquidität, die Bildung von Rücklagen und eine komfortable private Altersvorsorge. Das klingt natürlich nicht so sexy wie Autos, Reisen und Luxusmöbel. Allerdings ermöglichen mir diese Sparziele künftig in mehr Freiheit und Sicherheit zu leben. Dieses Gefühl kann kein Luxusgegenstand ersetzen.

Schritt 2: Sparrate festlegen

Nun ist das Sparziel definiert. Aber wie viel muss ich pro Monat sparen, um meine Ziele auch tatsächlich zu erreichen? Die wichtigsten Parameter in der Rechnung sind dabei die Laufzeit und das angestrebte Endkapital.

Beispiel: Ich möchte mir einen finanziellen Puffer für auftragsschwache Phasen aufbauen. Dieser soll für mindestens drei Monate reichen. Auch dann, wenn in dieser Zeit kein einziger Auftrag reinkommt. Diesen Puffer möchte ich mir in maximal 24 Monaten erspart haben. Monatlich benötige ich 2.000 Euro.

Sparziel: 2.000 EUR x 3 Monate = 6.000 EUR
Sparzeitraum: 24 Monate
Monatliche Sparrate: 6.000 EUR / 24 Monate = 250 EUR

Wenn du also beispielsweise 24 Monate lang jeden Monat 250 EUR zurücklegst, so erhältst du am Ende drei Monate finanzielle Unabhängigkeit. Neben dem Aufbau eines Puffers für auftragsschwache Phasen errechnete ich auch eine Sparrate für meine private Altersvorsorge und Investitionen in meine freiberufliche Tätigkeit (Weiterbildungskurse, Geräteanschaffungen etc.)

Nachdem ich meine persönliche Sparrate errechnet hatte, setzte ich wirklich alles daran dieses Sparziel zu erreichen. Um Geld sparen zu können gibt es nur zwei Stellschrauben. Ausgaben senken oder Einnahmen erhöhen.

Schritt 3: Radikale Kürzung der Ausgaben

Ich hatte über drei Monate sämtliche Ausgaben notiert und in einer Excel–Tabelle zusammengefasst. Ich hatte mich zuerst mit den höchsten Ausgaben befasst und mich bis zur niedrigsten Aufgabe durchgearbeitet. Für jede Ausgabe stellte ich mir folgende Fragen:

  • Benötige ich das Produkt oder die Dienstleistung wirklich?
  • Wie würde mein Alltag aussehen, wenn ich darauf verzichten würde?
  • Gibt es günstigere Alternativen?
  • Gibt es einen attraktiven Neukunden-Bonus von dem ich profitieren kann?

Schritt 4: Neue Einnahmequellen finden

Die Reduktion von Ausgaben funktioniert oft relativ einfach. Ein finanzieller Überschuss ist meist direkt in den Folgemonaten sichtbar. Etwas mehr Geduld erfordert es an der Einkommensschraube zu drehen. Aber auch hier lassen sich Erfolge erzielen, um die monatliche Rate für die Rücklagen zu erhöhen. Die Kernfrage zur Steigerung der Einnahmen lautete für mich: „Wie kann ich meine persönlichen Stärken noch gewinnbringender einsetzen?“ Persönlich habe ich darauf eine Menge Antworten gefunden. Diese findest du im Beitrag – 5 Umsatz–Booster für Freiberufler.

Schritt 5: Die passende Anlageform finden

Eine renditestarke Geldanlage kann das angestrebte Sparziel regelrecht beflügeln. Insbesondere bei längeren Laufzeiten liefert der Zinseszinseffekt einen unglaublichen Beitrag zum Vermögensaufbau.

Beispiel:
10.000 EUR mit 1% Zins über 25 Jahre: Endkapital = 12.824,32 EUR
10.000 EUR mit 5% Zins über 25 Jahre: Endkapital = 33.863,55 EUR

Dabei sollte man beachten: Steigt der Zinssatz so steigt in der Regel auch das Risiko, das eingesetzte Kapital zu verlieren. Angebote mit hohen Zinssätzen bei Null–Risiko sind fast immer unseriös.

Um die Macht des Zinses zu nutzen, fließt ein monatlicher Sparbetrag für meine private Altersvorsorge in ETF–Fonds. Auch dazu habe ich schon einen Beitrag veröffentlicht. Reserven für auftragsschwache Phasen oder ungeplante Ausgaben lege ich ganz konservativ auf einem Tagesgeldkonto an. Dort gibt es aktuell kaum Zinsen. Allerdings kann ich auf dem Tagesgeldkonto sofort das benötigte Geld abheben. Anteile an ETF–Fonds lassen sich zwar auch sehr schnell liquidieren, es kann aber sein, dass der Zeitpunkt aufgrund einer Schwäche am Aktienmarkt sehr ungünstig ist. Deshalb bleiben meine Reserven für auftragsschwache Phasen oder ungeplante Ausgaben auf dem Tagesgeldkonto.

Warum Geld sparen wichtig ist

Rücklagen bieten ein hohes Maß an Freiheit und Sicherheit für die eigene freiberufliche Tätigkeit. Je höher die Rücklagen, desto entspannter kannst du als Freiberufler agieren. Du erhältst Sicherheit durch finanzielle Reserven für auftragsschwache Phasen. Du hast die Freiheit unliebsame Jobs abzulehnen, die du nur annehmen würdest, um die Miete für den nächsten Monat zahlen zu können. Dafür lohnt es sich auf ein paar Luxusgegenstände zu verzichten. Was meinst du?

von Ralf
Seit Abschluss seines Designstudiums im Jahr 2009 ist Ralf erfolgreich als freiberuflicher Designer tätig. Daneben ist er Autor des Blogs freiberufler-werden.de.

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