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Häusliches Arbeitszimmer für Freiberufler – Steuertipp

Viele Freiberufler arbeiten in den eigenen vier Wänden und haben sich ein Heimbüro, oder neudeutsch Home-Office, eingerichtet. Als Freiberufler kannst du die Kosten für das Arbeitszimmer beim Finanzamt geltend machen und dadurch ordentlich Steuern einsparen. Welche Voraussetzungen du dazu erfüllen musst und was du alles absetzen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Um dein häusliches Arbeitszimmer von der Steuer absetzen zu können, musst du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Der Raum, in dem sich dein häusliches Arbeitszimmer befindet, muss deutlich von der restlichen Wohnung abgetrennt sein. Eine Arbeitsecke, z.B. im Wohnzimmer, kannst du leider nicht absetzen.
  • Außerdem muss der Raum zu über 90% beruflich genutzt werden. Stelle alles, was eine private Nutzung vermuten lässt, in ein anderes Zimmer. Beispielsweise Fernseher, Kinderbett, Waschkörbe etc.

Mehr als 1250 Euro für ein häusliches Arbeitszimmer absetzen

Vielleicht hast du diesen Geldbetrag schon einmal in Verbindung mit einem häuslichen Arbeitszimmer gehört. Diesen Betrag kannst du maximal absetzen, wenn das häusliche Arbeitszimmer nicht Mittelpunkt deiner Tätigkeit ist und dir kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Das kann beispielsweise auf einen Außendienstmitarbeiter zutreffen.

Bei Freiberuflern bildet das Arbeitszimmer jedoch meist den Mittelpunkt aller beruflichen Tätigkeiten. Das bedeutet im Klartext: Du kannst mehr als 1.250 EUR von der Steuer absetzen!

Was darfst du alles absetzen?

Bildet das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt deiner beruflichen Tätigkeit, kannst du alle Mietkosten / Immobilienkosten mit dem Anteil an der Wohnfläche geltend machen.

Ein Beispiel: Deine Wohnung hat eine Gesamtfläche von 100 Quadratmetern. 20 Quadratmeter entfallen auf das Arbeitszimmer, also 20%. Bei einer Miete von 1.000 EUR inklusive Nebenkosten, kannst du demnach pro Monat 200 EUR steuerlich als Ausgabe geltend machen.

Und es geht noch mehr: Zusätzlich kannst du Einrichtungsgegenstände, Reinigung und Versicherungen absetzen.

Hier eine kleine Übersicht:

  • Miete oder bei Immobilienbesitzern die Gebäudeabschreibung
  • Nebenkosten: Wasser- und Energiekosten, Grundsteuer, Müllabfuhrgebühren, Schornsteinfegergebühren
  • Gebäudeversicherungen
  • Renovierungskosten
  • Kosten für Reinigung
  • Aufwendungen für die Ausstattung des Zimmers (z.B. Lampen, Möbel, Tapeten und Teppiche)
  • Schuldzinsen für Kredite zur Anschaffung, Herstellung oder Reparatur

Fazit

Als Freiberufler kannst du deutlich mehr als nur 1.250 EUR pro Jahr für dein häusliches Arbeitszimmer absetzen, wenn es die genannten Voraussetzungen erfüllt. Zusätzlich kannst du noch eine ganze Menge an Nebenkosten und Kosten für deine Einrichtung als Ausgaben verrechnen.

von Ralf
Seit Abschluss seines Designstudiums im Jahr 2009 ist Ralf erfolgreich als freiberuflicher Designer tätig. Daneben ist er Autor des Blogs freiberufler-werden.de.

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