Künstlersozialkasse

Künstlersozialkasse (KSK): Das solltest du darüber wissen!

Als freiberuflicher Grafikdesigner habe ich das Privileg, »Mitglied« in der Künstlersozialkasse zu sein. Das Thema Künstlersozialkasse (KSK) wirft nicht nur bei vielen Freiberuflern eine Menge Fragen auf. Auch Auftraggeber kommen durch die sogenannte Künstlersozialabgabe mit der KSK in Kontakt. Dieser Beitrag liefert dir ein kleines FAQ, über die wichtigsten Fragen zur KSK.

Was ist die Künstlersozialkasse (KSK) eigentlich?

Die Künstlersozialkasse (KSK) ist für die Beitragserhebung und Versicherungsveranlagung der Künstlersozialversicherung (KSV) zuständig. Die KSV ist Teil der gesetzlichen Sozialversicherung in Deutschland und ermöglicht freischaffenden Künstlern und Publizisten einen vergünstigten Zugang zur gesetzlichen Kranken,- Pflege,- und Rentenversicherung.

Warum sind die Beiträge in der Künstlersozialversicherung für die Versicherten günstiger?

Selbstständige, die nicht das Privileg der Künstlersozialversicherung nutzen können, müssen den vollen Beitragssatz der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung zahlen, also Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil. Freischaffende Künstler und Publizisten, welche die Vorteile der Künstlersozialversicherung in Anspruch nehmen, zahlen lediglich den Arbeitnehmeranteil. Den Arbeitgeberanteil müssen deine Kunden / Auftraggeber in Form der Künstlersozialabgabe entrichten. Die Künstlersozialabgabe richtet sich ausschließlich an deine Auftraggeber. Die aktuellen Beitragssätze der Künstlersozialabgabe findest du hier.

Ein Beispiel:

Im vergangenen Jahr hast du als Versicherter in der Künstlersozialkasse deinem Auftraggeber Leistungen von insgesamt 10.000 EUR in Rechnung gestellt. Der aktuelle Prozentsatz der Künstlersozialabgabe beträgt 5,2%. D.h. dein Auftraggeber muss für das vergangene Jahr insgesamt 520,- EUR an die KSK zahlen.

Die Beiträge für die Versicherten in der Künstlersozialkasse sind günstiger, weil deine Kunden den Arbeitgeberanteil via Künstlersozialabgabe aufbringen.

Ich habe für dich einen KSK Beitragsrechner programmiert, mit dem du deine Beiträge an die KSK schnell und anonym berechnen kannst

Wer darf die Künstlersozialversicherung nutzen?

Um von der Künstlersozialversicherung zu profitieren, musst du, wie überall in Deutschland, erst einmal einen Antrag ausfüllen 🙂 Den Link zum Antrag findest du hier.

Allgemein gilt: Du musst deine freiberufliche Tätigkeit selbstständig und erwerbstätig in den Bereichen Musik, Kunst, Design oder Wort ausführen (detaillierte Berufsbezeichnungen sind im o.g. Antrag aufgeführt). Bist du beispielsweise Designer, arbeitest jedoch in einem Angestelltenverhältnis erhältst du keinen Zugang zu Künstlersozialversicherung.

Tipp:

Im Antragsformular wirst du im Punkt 7b, über dein voraussichtliches Arbeitseinkommen zum Jahresende befragt. Wenn du diesen Wert zu klein wählst (z.B. um im ersten Jahr die Abgabe an die KSK möglichst gering zu halten) ist es möglich, dass der Antrag abgelehnt wird, weil du unter der sog. Geringfügigkeitsgrenze liegst.

Welche Vorteile bietet die Künstlersozialkasse?

Als Versicherter in der Künstlersozialkasse reduziert sich dein Beitrag zur gesetzlichen Sozialversicherung (Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung) beträchtlich.

  • Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung verringert sich von 18,7 % auf 9,35 %.
  • Der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung verringert sich von 14,6 % auf 7,3 %.

Insbesondere am Anfang deiner freiberuflichen Tätigkeit verschafft dir die Künstlersozialversicherung durch die erheblich reduzierten Sozialabgaben deutlich mehr finanziellen Spielraum.

Gibt es auch Nachteile?

Neben dem gewichtigen Vorteil, nur die Hälfte der Sozialabgaben entrichten zu müssen, gibt es auch den ein oder anderen Nachteil, den die Künstlersozialkasse mit sich bringt. Hier die aus meiner Sicht erheblichsten Nachteile:

Schwerer Wechsel in die private Krankenversicherung innerhalb der KSK:

Als Freiberufler kannst du in der Regel unabhängig von deinem Einkommen frei zwischen einer privaten- oder gesetzlichen Krankenversicherung wählen. Mit dem Eintritt in die Künstlersozialkasse sind die Hürden zum Wechsel in eine private Krankenversicherung vergleichsweise hoch. Von der Krankenversicherungspflicht bist du befreit, wenn du in den letzten 3 Jahren ein Einkommen von insgesamt mehr als 160.650,00 EUR erzielt hast (Quelle: KSK, Stand 12.01.2016). Erst kann kannst du innerhalb der Künstlersozialkasse in eine private Krankenversicherung wechseln.

Pflicht zur Rentenversicherung:

Gerade junge Unternehmer müssen mit einer gehörigen Portion Vertrauen in die Politik ausgestattet sein, um an das Märchen der sicheren gesetzlichen Rente zu glauben. Altersvorsorge ist für jeden von uns ein wichtiges Thema. Freiberufler und Selbstständige sind für ihr Handeln selbst verantwortlich und laut Gesetz nicht Rentenversicherungspflichtig. Mit der Beantragung der Künstlersozialversicherung gibst du diesen Vorteil auf und musst ab sofort wieder in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Dieses Geld steht dir dann nicht für deine private Altersvorsorge zu Verfügung. Persönlich würde ich das Geld lieber für meine private Altersvorsorge einsetzen.

Was muss ich bei der Zahlung der Versicherungsbeiträge beachten?

Dein monatlicher Beitrag an die Künstlersozialkasse richtet sich nach dem angegeben voraussichtlichen Jahreseinkommen. Das tatsächliche Jahreseinkommen musst du natürlich auch an die Künstlersozialkasse übermitteln. Liegt dein reales Jahreseinkommen über deiner Prognose, musst du künftig einen höheren Beitragssatz entrichten.

Wie kann ich Beiträge an die Künstlersozialkasse steuerlich absetzen?

Die entrichteten Beiträge an die KSK kannst du natürlich steuerlich geltend machen. Beachte dazu den Punkt Vorsorgeaufwendungen / sonstige Vorsorgeaufwendungen in deiner Steuererklärung. Dort kannst du die entsprechenden Abgaben an die Künstlersozialkasse geltend machen.

Ich habe einen Nebenjob. Kann ich trotzdem die Künstlersozialversicherung in Anspruch nehmen?

Es ist nicht unüblich, wenn du neben deiner freiberuflichen Tätigkeit noch einen Nebenjob hast um gerade am Anfang über die Runden zu kommen. Grundsätzlich ist es möglich einen zusätzlichen Nebenjob zu haben und trotzdem in der Künstlersozialkasse versichert zu sein. Dieser darf allerdings eine bestimme Einkommensgrenze nicht übersteigen. Weitere Informationen findest du in dieser PDF.

Was müssen Auftraggeber beachten?

Die Künstlersozialabgabe ist für einige Auftraggeber ein Ärgernis, da diese Form der Abgabe viel Bürokratie und Unklarheiten mit sich bringt. Schon die mehrmalige Beauftragung eines Designers zur Pflege einer Internetseite kann den Auftraggeber zur Abgabe verpflichten (siehe Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.) . Das Groteske daran: Es ist egal, ob dieser Designer in der KSK versichert ist oder nicht. Der Auftraggeber muss die Abgabe auf jeden Fall leisten. Außerdem ist der Designer nicht dazu verpflichtet, den Auftraggeber auf eine mögliche Melde-/ Abgabepflicht hinzuweisen.

Definitiv keine Abgabepflicht besteht, wenn der Unternehmer beispielsweise statt dem Designer eine Agentur in Form einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG) beauftragt. Trotz der Abgabepflicht kann sich sie Beauftragung eines Freiberuflers gegenüber einer Agentur rechnen, da die Honorarkosten einer Agentur durch höhere Fixkosten in der Regel deutlich teurer sind.

Zusammenfassung

Die Künstlersozialkasse ist für viele ein rotes Tuch. Als Versicherter muss man schon sehr viel Spaß an der Bürokratie mitbringen, um alle Regelungen der Künstlersozialkasse auf dem Schirm zu haben. Da wir als Künstler und Publizisten bekanntlich geborene Bürokraten sind, sollten diese Regelungen keine Probleme darstellen. 😉

Auch Auftraggeber beklagen die Bürokratie und die Unsicherheiten bzgl. der Künstlersozialabgaben und Meldepflichten.

Trotz aller Bürokratie und Unsicherheiten, bin ich als freiberuflicher Grafikdesigner froh, dass es die Künstlersozialkasse gibt. Vor allem beim Start einer freiberuflichen Tätigkeit wirken die hohen Sozialabgaben erdrückend und schmälern die Liquidität erheblich. Mithilfe der Künstlersozialkasse hat sich das Risiko der Gründung für mich deutlich reduziert.

Was sind deine Erfahrungen mit der Künstlersozialkasse? Hast du persönliche Fragen zur Künstlersozialkasse? Dann Schreibe deine Erfahrungen oder Fragen einfach in die Kommentare.

von Ralf
Seit Abschluss seines Designstudiums im Jahr 2009 ist Ralf erfolgreich als freiberuflicher Designer tätig. Daneben ist er Autor des Blogs freiberufler-werden.de.

18 Kommentare

  1. Antworten

    Hi! Cooler Artikel, danke dafür. Ich bin gerade im Beantragungsprozess und frage mich: Kommt es besser rüber bei AuftraggeberInnen, wenn ich sie vorwarne oder soll man sie einfach überraschen lassen? Wie ist deine Erfahrung?
    LG, Rebecca

    • Antworten

      Hi Rebecca, freut mich, dass dir der Artikel geholfen hat. Ich sage meinen Auftraggebern immer bescheid. Es ist wichtig von Anfang an ein Vertrauen aufzubauen. Falls dein Auftraggeber herumnörgelt, weil du in der KSK bist, kannst Ihm ja sagen, dass er die Abgabe auch zahlen muss, wenn der einen Künstler/Publizist beauftragt der nicht in der KSK ist.
      LG, Ralf

  2. Antworten

    Hey, danke für den lockeren Text. Leider funktionieren deine Links zur KSK nicht mehr. Die scheinen ihren Auftritt überarbeitet zu haben.

    • Antworten

      Hi Christian,
      danke für den Hinweis. Da hat die KSK doch tatsächlich eine neue Website :). Ich versuche die Links zu reparieren.
      Zu Aufträgen mit Privatpersonen habe ich bzgl. der KSK noch keine Tipps auf Lager. Das solltest du besser direkt bei der KSK nachfragen um auf Nummer sicher zu gehen. Falls du dazu Neuigkeiten hast würde ich mich freuen, wenn du die in den Kommentaren mit anderen Freiberuflern teilst.
      Schönes WE und viele Grüße,
      Ralf

    • Antworten

      okay, die Links funktionieren wieder 🙂

  3. Antworten

    Hey Ralf,

    direkt noch eine Frage: Ich kann nirgendwo Infos dazu finden, wie es ist, wenn Privatpersonen mich für ein Hochzeitsvideo beauftragen. Diese müssen keine Abgaben an die KSK zahlen, oder?
    Ähnlich verhält es sich doch bspw. für eine Hotelkette, die ein einmaliges Werbevideo von mir bekommt?
    Danke für etwas Input!

    Gruß
    Christian

  4. Antworten

    Mein Problem mit der KSK ist die Abgabepflicht für Leute, die überhaupt nicht dort versichert sind! Das grenzt für mich an Wegelagerei!

  5. Antworten

    Hallo Ralf,
    bei deinem KSK-Beitragsrechner ist die Geringfügigkeitsgrenze bei 5.400 € angelegt. Meines Wissens nach liegt diese jedoch bei 3.900 € …Freu mich auf deine Aufklärung!
    Viele Grüße,
    Anna

    • Antworten

      Hallo Anna,
      vielen Dank für deine Nachricht! Die Allgemeine Geringfügigkeitsgrenze liegt laut KSK bei 5.400 EUR (Quelle: http://www.kuenstlersozialkasse.de/service/ksk-in-zahlen.html). Die Mindestberechnungsgrundlage liegt bei 3.900 EUR, wie du richtig erwähnt hast. Deshalb sollte der Rechner auch bis zu diesem Betrag rechnen können. Ich werde die Anpassung demnächst vornehmen. Danke für deine Nachricht mit deren Hilfe ich den Rechner verbessern kann. Viele Grüße,
      Ralf

      • Antworten

        Hallo Ralf, dank deines Artikels bin ich nun auf den Unterschied zwischen Geringfügigkeitsgrenze und Mindestberechnungsgrundlage gestoßen, verstehe aber leider den Unterschied noch nicht so ganz.
        Ich habe mich jetzt bei der KSK mit einem geschätzten Einkommen von 5.000 beworben, weil ich gerade erst mit der hauptberuflichen Freiberuflichkeit beginne. Davor habe ich es nebenbei gemacht, weshalb ich nicht mehr als Berufseinsteiger zähle und für mich das Minimum von 3.900€ Einkommen nicht gilt. Liege ich mit den 5.000€ jetzt trotzdem unter der Grenze und bin nicht versicherungspflichtig? Liebe Grüße

        • Antworten

          Hi Caro,
          mit 5.000 EUR liegst du über der Geringfügigkeitsgrenze von 3.900 EUR. Diese Grenze gibt an, wieviel du mindestens aus künstlerischer/publizistischer Tätigkeit pro Jahr erwirtschaften musst, um über die KSK versichert zu sein.

          Die Mindestberrechnungsgrundlage gibt an, wieviel du monatlich mindestens an die KSK zahlen musst. Bis zu einem Einkommen von (aktuell) 5.950 EUR gibt es keine Unterschiede bzgl. der monatlichen Beitragshöhe. Es ist also egal ob du 3.900 EUR oder 5.950 EUR pro Jahr erwirtschaftest. Die monatlichen Beiträge bleiben gleich. Das meint die Mindestberechnungsgrundlage. Erst bei höheren Einkommen ändern sich auch die Beitragssätze.

          Ich hoffe der Unterschied ist mit diesem Beispiel etwas klarer geworden.
          VG, Ralf

  6. Antworten

    Vielen Dank für deine schnelle Antwort! Die Abgrenzung zwischen Mindesteinkommen und der Geringfügigkeitsgrenze war mir bis dahin nicht klar, zumal unter folgendem link tatsächlich die KSK selbst eine Geringfügigkeitsgrenze in Höhe von 3.900 € nennt:
    http://www.kuenstlersozialkasse.de/die-ksk/die-kuenstlersozialkasse.html
    Aber ich freue mich auf dein update des Rechners!
    Ein schönes Wochenende,
    Anna

    • Antworten

      Rechner ist aktualisiert!
      VG,
      Ralf

  7. Antworten

    Hallo Ralf,

    ich habe diese Woche zum ersten Mal meinen Versicherungsverlauf von meiner Rentenversicherung bekommen. Darin stehen meine Einkünfte der letzten Jahre, die letztendlich meine Rente zum Renteneintrittsalter bestimmen werden. Nun gibt man ja bei der KSK jedes Jahr seine Schätzung des eigenen Einkommens (Gesamtumsatz-Kosten=Gewinn) an und teilt diese der KSK mit. Exakt dieser Wert erscheint nun auf meinem Versicherungsverlauf. Es handelt sich dabei natürlich um mein geschätztes Netto Einkommen (=Gewinn), da ich ja meine Kosten schon abgezogen habe. Bei einem „normalen“ Arbeitnehmer wird hier jedoch der Bruttoarbeitslohn für das gesamte Jahr eingetragen. Mein eigentliches Brutto ist jedoch auch viel höher. Warum wird bei Künstlern hier der Netto Betrag verwendet und nicht der Brutto Betrag, vor Abzug der Kosten? Ich sehe hier eine starke Benachteiligung von Künstlern in Hinsicht auf die Einzahlung in die Rentenversicherung. Das durchschnittliche Einkommen der Deutschen liegt bei ca. 31.000 Euro pro Jahr (Brutto), was so auch in dem Versicherungsverlauf angegeben wird. Wenn ich als Künstler ebenfalls 31.000 Euro dort stehen haben möchte, um einen vollen Rentenentgeltpunkt zu sammeln, so muss ich ja deutlich mehr als diese 31.000 Euro verdienen, da ja noch alle möglichen Kosten für mich anfallen. Diese Kosten bleiben aber völlig unberücksichtigt. Ich habe beispielsweise im Jahr 2015 einen Umsatz in Höhe von 65.000 Euro gehabt, aber nur ca. 24.000 Euro Gewinn. Mein Brutto wären demnach eigentlich die 65.000 Euro und nicht die 24.000 Euro. Ich hoffe du verstehst meine Argumentation. Ich habe auch schon bei der KSK diesbezüglich angerufen und mir wurde gesagt, das dies so normal sei. Mir erscheint dies aber überhaupt nicht logisch. Auch, dass letzendlich nur die Schätzung auf dem Versicherungsverlauf erscheint finde ich sehr merkwürdig. Am Ende werde ich eine Rente erhalten, die nicht auf tatsächlichen Werten basiert, sondern nur auf Schätzungen. Eine Revidierung der Werte aufgrund des tatsächlichen Einkommens ist nicht möglich. Die echten Werte ermittelt man ja mit der Steuererklärung.

    Gruß
    HF

  8. Antworten

    Als Arbeitnehmer zahlst Du die Rentenbeiträge von deinem Brutto.
    Du zahlst aber nur Rentenbeiträge auf die 24T€ Gewinn und nicht auf den Umsatz.
    Da ist es doch logisch das Du auch nur für den eingezahlten Betrag Rentenpunkte bekommst. Ich verstehe nicht, wie du auf die Idee kommst, es könnte anders sein?
    Du bist doch schon im Riesenvorteil, das die KSK die Hälfte deines Rentenbeitrages zahlt.
    Ist doch ganz einfach, wenn Du mehr einzahlst , bekommst Du auch mehr raus.

  9. Antworten

    Lieber Ralf,

    Ich bin in der KSK und plane einen Blog im Internet mit meinen Texten. Um die Seite zu unterstützen möchte ich auf Produkte hinweisen, die meine Leser über mich kaufen können. Handel und Kunst hängen hier also zusammen… Wie sieht die KSK das?

    Danke für deine Antwort!
    Judith

  10. Antworten

    Liebe Judith,
    aus meiner Sicht handelt es sich hier nicht mehr um eine künstlerische / publizistische Tätigkeit. Allerdings toleriert die KSK eine geringfügige Nebenbeschäftigung bis 450,- EUR (Stand 07.2017)

    https://www.kuenstlersozialkasse.de/fileadmin/Dokumente/Mediencenter_Künstler_Publizisten/Versicherung_trotz_Nebenjob.pdf

    Wenn deine Einnahmen aus den Produktempfehlungen unter 450,- EUR liegen und du sonst keine weiteren Nebentätigkeiten hast, sollte das kein Problem darstellen.

    Um sicher zu gehen würde ich an deiner Stelle nochmal bei der KSK anrufen

    LG,
    Ralf

  11. Antworten

    Hallo Ralf
    Wie ist es, wenn ich in den ersten Jahren der Gründung noch nicht geschafft habe, die 3900 zu erwirtschaften? Gilt auch bei der KSK eine Anlaufphase der Gewinnerwirtschaftung?

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