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SEO für Freiberufler: Was ist sinnvoll?

Freiberufler mit eigenem Internetauftritt stellen sich irgendwann die Frage: Wie schaffe ich es, mehr Besucher auf meine Website zu bringen? Schließlich wollen wir als Freiberufler mit unserem Angebot einen großen Anteil unserer Zielgruppe erreichen. Ein beliebtes Mittel ist dabei die Optimierung der eigenen Website für Suchmaschinen (SEO). In diesem Beitrag möchte ich einen kurzen Einblick geben und klären, ob SEO für Freiberufler wirklich Sinn macht.

Was ist SEO eigentlich?

Das Kürzel SEO stammt aus dem Englischen und steht für »Search Engine Optimization« (Suchmaschinenoptimierung). Im Kern geht es um die Platzierung in Suchmaschinen nach der Eingabe eines bestimmten Suchbegriffs. Wird bei Google beispielsweise nach dem Wort »Grafikdesigner« gesucht, so würde in einer perfekten Welt meine Website ganz oben stehen 🙂 Leider ist die Welt nicht so perfekt. Deshalb gibt es eine ganze Reihe anderer Websites von Mitbewerbern, die unter diesem Suchbegriff besser platziert sind.

Wie funktioniert SEO?

Ein besonders wichtiges Kriterium für eine Suchmaschine ist die Anzahl und Qualität sogenannter Backlinks. So werden Links bezeichnet die von einer externen Website auf deine Website verlinken. Je mehr Links (auf qualitativ hochwertigen Websites), umso besser die Platzierung in den Suchergebnissen. Du kannst deine Website also optimieren, indem du möglichst viele Links zu deiner Website auf externen Websites platzierst. Hierbei spricht man von der sogenannten OffPage–Optimierung, weil die Optimierung nicht direkt auf deiner Website stattfindet.

Neben der OffPage–Optimierung gibt es noch die OnPage–Optimierung. Diese Art der Suchmaschinenoptimierung kannst du meist wesentlich besser steuern. Bei der OnPage–Optimierung können schon einfache Änderungen an deiner Website ausreichen, um Änderungen in den Suchergebnissen herbeizuführen. So kannst du beispielsweise dafür sorgen, dass dein gewünschter Suchbegriff in Überschriften oder mehrmals im Fließtext erscheint. Das sind nur zwei aus einer Vielzahl von Möglichkeiten.

Warum SEO für Freiberufler oft nicht funktioniert

Manche Freiberufler nutzen die eigene Internetseite zur Erweiterung der eigenen Visitenkarte. So ist das auch bei mir. Ich knüpfe einen neuen Kontakt, überreiche eine Visitenkarte, der Kunde überzeugt sich von meinen Dienstleistungen und im Idealfall erhalte ich den Auftrag. Der Kunde kommt in der Regel also nicht über eine Suchmaschine sondern nach einem persönlichen Kontakt auf meine Internetseite. Dort findet er schnell und unkompliziert Infos zur Person, ein Portfolio und ein paar Sätze zu den Alleinstellungsmerkmalen. Naturgemäß arbeiten solche Websites vielmehr mit Bildern als mit Texten. Suchmaschinen arbeiten jedoch auf Textbasis. Zeigst du auf deiner Website lediglich ein Portfolio deiner Arbeiten, so wirst du dir mit einer OnPage–Optimierung die Zähne ausbeißen. Es ist einfach nicht genug Text zum Optimieren da. Rein über die OnPage–Optimierung wirst du deshalb keine relevante Position in den Suchergebnissen erreichen.

Gibt es trotzdem Möglichkeiten mehr Besucher auf die eigene Website zu bringen?

Wir erinnern uns. Neben der OnPage–Optimierung gibt es ja auch die OffPage–Optimierung. Für Websites, die in erster Linie mit Bildern arbeiten kann das Platzieren von Backlinks auf externen Websites sehr gut funktionieren. Das funktioniert insbesondere dann gut, wenn deine Referenzen qualitativ hochwertig sind oder deine Website einzigartige Inhalte bieten, über die es sich für andere Website– und Blogbetreiber zu berichten lohnt.

Alternativ dazu kannst du auch dein Fachwissen über Blogs verbreiten z.B. in Form von Gastbeiträgen.

Auch ein eigener Blog kann eine Option sein. Um einen relevanten Effekt zu erzielen musst du jedoch ziemlich viel Zeit investieren (ich spreche aus Erfahrung). Dieser Aufwand kann sich aber durchaus bezahlt machen. So habe ich es beispielsweise mit diesem Blog »Freiberufler-werden.de« geschafft, mit einigen Suchbegriffen bei Google unter die Top 10 Suchergebnisse zu kommen. Dadurch kommen viele Besucher über meinen Blog auf meine Website. Alleine durch diesen Blog sind schon ein paar großartige und unerwartete Kooperationen entstanden.

Wann funktioniert SEO für Freiberufler?

SEO für Freiberufler funktioniert, wenn du den Lesern einen deutlichen Mehrwert auf deiner Website bietest. Das schaffst du beispielsweise durch die Präsentation einzigartiger Projekte oder Platzierung kostenfreier Inhalte. Dazu kannst du dir persönlich folgende Frage stellen: „Würde ich selbst diesen Inhalt weiterempfehlen, verlinken, tweeten oder liken?

Alternativ zu Backlinks kannst du über einen eigenen Blog nachdenken indem du bezüglich der OnPage–Optimierung wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten hast. Wichtig ist, dass auch der Blog deinen Lesern einen echten Mehrwert liefert. Was sind deine Erfahrungen zur Suchmaschinenoptimierung? Schreibe in die Kommentare. Ich freue mich auf deine praktischen Erfahrungen!

von Ralf
Seit Abschluss seines Designstudiums im Jahr 2009 ist Ralf erfolgreich als freiberuflicher Designer tätig. Daneben ist er Autor des Blogs freiberufler-werden.de.

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