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Warum finanzielle Ziele der Schlüssel zu deinem Erfolg sind

Neulich habe ich den ehrlichen und aufschlussreichen Satz gelesen: „Wenn du als Unternehmer kein Geld verdienst, betreibst du ein Hobby aber kein Unternehmen“.

Tatsächlich hast du als Einzelunternehmer viele Herausforderungen: du bist „Chief of everything“, musst dich um Vertrieb, Marketing, IT, Finanzen, PR, Einkauf, Logistik, Networking, Organisation, ja um jede leere Druckerpatrone selbst kümmern. Es liegt auf der Hand, dass dich diese alltäglichen Herausforderungen und Verpflichtungen stark einnehmen und du nicht allen Feldern gleichermaßen viel Aufmerksamkeit schenken kannst.

Weil viele Unternehmer nicht unbedingt gute Kaufleute sind und das Finanzielle daher lieber vollständig an ihren Steuerberater delegieren, verpassen sie eine große Chance. Sie verpassen das Wesentliche, was den Unterschied zwischen Unternehmer und Hobby-Betreiber ausmacht: sie setzen sich keine finanziellen Ziele.

Solange du dir als Unternehmer keine finanziellen Ziele setzt, überlässt du deinen geschäftlichen Erfolg dem Zufall und eierst mehr oder weniger planlos vor dich hin. Und wunderst dich, dass du nicht vorankommst, dass dein Unternehmen nicht wächst und stellst am Jahresende fest, dass die Entwicklung weit hinter deinen gefühlten Erwartungen geblieben ist.

Ziele setzen bedeutet führen

Um dein Unternehmen auch tatsächlich zu führen, möchte ich dir daher ans Herz legen, dir ganz konkrete Ziele in Form von Zahlen zu setzen.

  • „Ich möchte im Jahr 2016 85.000 EUR Umsatz erwirtschaften“ oder
  • „Ich möchte 15% Umsatzsteigerung zum Vorjahr erzielen“
  • „Ich möchte durchschnittlich einen Stundensatz von 80 EUR verrechnen“

sind eindeutige finanzielle Ziele, auf die du hinarbeiten kannst.

Sobald du ein oder mehrere Ziele ausgerufen hast, steht für dich fest, wohin du dein Unternehmen führen möchtest. Damit sollte jede deiner geschäftlichen Aktivitäten auf eines dieser Ziele einzahlen, also deren Erreichen unterstützen.

Ziele portionieren

Wenn du dir zu Beginn des Jahres deine finanziellen Ziele setzt, z.B. 85.000 EUR Umsatz zu erwirtschaften, erscheint die Erreichung des Ziels noch in unendlicher Ferne. Scheinbar hast du 12 Monate Zeit um dein Ziel zu erreichen: da fehlt im Januar erstmal der Druck, hart dafür zu arbeiten. Außerdem musst du daran denken, dass du wenn du im Urlaub oder krank bist, keinen Umsatz erzielen kannst. Tatsächlich stehen dir damit weniger als 12 Monate zum Erreichen deiner Ziele zur Verfügung.

Daher empfehle ich dir, deine Jahresziele runter zu brechen auf Monatsziele, besser noch: Wochenziele. So hast du glasklar vor Augen, wieviel Umsatz du in dieser Woche erwirtschaften musst, um den anteiligen Beitrag zu deinem Monats- bzw. Jahresziel zu leisten.

Wöchentliche Ziele sind aus folgenden Gründen so wertvoll:

Du hast jeden Montag dein Wochenziel vor Augen und weißt genau, auf welche Zahl du hinsteuerst. Dein Ziel ist so greifbar, so nah. Du denkst automatisch unternehmerisch, du handelst viel fokussierter, wenn du wöchentlich dein Ziel in Form einer Zahl vor dir siehst. Du erhöhst damit wesentlich die Chancen, dein Jahresziel zu erreichen.

Es versteht sich von selbst, dass du deine Performance wöchentlich deinen Zielen gegenüberstellst und damit überprüfst, ob dein Kurs stimmt. Wenn du feststellen solltest, dass du wöchentlich meilenweit von deiner Zielerreichung entfernt bist, so ist das a) eine wertvolle Erkenntnis und immer noch besser als Unwissenheit und b) trotzdem die richtige Vorgehensweise, weil du dich stetig darauf trainierst, auf deine Zahlen und Ziele zu fokussieren. Du bist damit auf dem guten Weg, dein eigener Chief of Finance zu werden und die Verantwortung für deine Zahlen zu übernehmen.

Too much pressure?

Mir ist klar, dass das ganz schön pushy klingt. Jede Woche entsteht neuer Druck. Wenn du allerdings dein Jahresziel erreichen möchtest, ist es nun mal unabdinglich, dass du jede verdammte Woche deinen Beitrag dazu leistest. Wenn du Pro sein möchtest statt Hobby-Unternehmer kannst du es dir nicht leisten, planlos rumzudaddeln.

Insofern: go pro und führe dein Unternehmen gezielt zum Erfolg!

Ich zeige Selbständigen wie sie ihre finanziellen Meilensteine erreichen. Weil Finanzen für mich auch etwas Kunstvolles sind, habe ich einen lockeren und unkonventionellen, dabei aber hoch professionellen Ansatz. Mir ist es ein Anliegen, gerade innovativen und kreativen Unternehmern ihre finanziellen Ängste zu nehmen und ihnen den Zugang zu ihren Finanzen zu ermöglichen. Damit für sie Geld den Stellenwert erhält, den es verdient: "es ist ein Tool, dass dich überall hinbringt wo du wünscht. Allerdings ersetzt es dich nicht als seinen Lenker.“ (frei nach A. Rand)

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