Nebenberuflich selbständig machen-Crowdsourcing

Nebenberuflich selbständig machen auf Crowdsourcing-Plattformen

Wer als Freiberufler oder Nebenberufler Aufträge generieren möchte, der hat zahlreiche Möglichkeiten: Neben den klassischen Arten der Akquise über Mailings, Direktkontakte und Messen, eröffnet das Internet völlig neue Wege. Zahlreiche Freiberufler – ganz gleich ob im Haupt- oder Nebenberuf – nutzen heute Crowdsourcing Websites, um an neue Aufträge zu gelangen. Dies ist mit geringem zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden. Über diesen Weg lassen sich sowohl kurzfristige Aufträge ergattern, als auch langfristige Kundenbeziehungen aufbauen. Doch was genau sind eigentlich Crowdsourcing-Plattformen? Wie funktioniert das Online Geld verdienen? Und für wen eignen sich diese Plattformen? Antworten auf diese Fragen gibt dieser Artikel.

Was versteht man unter Crowdsourcing?

In den 1990-er Jahren hat sich die Arbeitswelt grundlegend verändert. Dies lag zum einen an den sich stetig weiter entwickelnden Möglichkeiten des Internets und zum anderen an der neuen Flexibilität in der Arbeitswelt. Es gibt immer mehr Menschen, die nicht mehr in einem klassischen Arbeitsverhältnis tätig sind. Gleichzeitig haben sich Unternehmen immer mehr auf ihre eigentlichen Kernkompetenzen besonnen. Andere Aufgaben wurden ausgelagert. Es entstand der Begriff des „Outsourcings“. Dieser bedeutet, dass Aufgaben, die nicht das direkte Kerngeschäft betreffen, an externe Dienstleister vergeben werden. Da die Welt – auch die Arbeitswelt – dank des Internets immer vernetzter geworden ist, werden diese Aufgaben zunehmend nicht nur an Dienstleister im Sinne von Unternehmen vergeben, sondern immer öfter auch an Freiberufler sowie Nebenberufler. Aus dem englischen Wort für die große Menge an Menschen „Crowd“ und dem Begriff „Outsourcing“ entstand daher das Wort „Crowsourcing“. 

Um über das Internet gezielt Auftraggeber und Auftragnehmer zusammen zu bringen, entstanden die so genannten Crowdsourcing-Websites. Je nachdem, um welche Art von Dienstleistung es sich handelt, können die Aufträge bequem von zu Hause aus beziehungsweise aus dem eigenen Büro abgewickelt werden. 

Was sind Crowdsourcing-Plattformen und wie funktionieren diese?

Crowdsourcing-Websites gibt es heute für die unterschiedlichsten Bereiche: Handwerksleistungen, IT-Dienstleistungen, Bürodienstleistungen, Fahrdienste und vor allem kreative Dienstleistungen können über dieses Instrument angeboten und beauftragt werden. Kreative, vom Texter über den Fotografen bis hin zum Designer, nutzen heutzutage Crowdsourcing-Plattformen und finden dort Einzelaufträge aber auch langfristige Kunden. Zu den auf Designer und Designdienstleistungen ausgelegten Plattformen zählt zum Beispiel designenlassen.de

Doch wie genau hat man sich so eine Crowdsourcing-Website vorzustellen? Eigentlich handelt es sich dabei um eine Art virtuellen Marktplatz: Designer präsentieren sich hier mit ihren Arbeiten. Zugleich können potentielle Auftraggeber Design-Wettbewerbe ausschreiben, an denen sich die registrierten Designer beteiligen können. Den Auftrag erhält der Designer, dessen Design dem Auftraggeber am besten gefällt. Die Palette der Designprodukte, die über diese Design-Wettbewerbe vergeben werden, reicht vom Logo-Design über eine Broschüre bis hin zur Entwicklung einer kompletten Corporate Identity. Das Honorar ist vorher bekannt. Daher entfällt das Diskutieren über die Höhe der Vergütung, das viele Frei- und Nebenberufler scheuen. 

Das Prozedere für die Designer ist denkbar einfach: Wer mitmachen möchte, registriert sich auf der Internetseite. Die Registrierung ist für Designer kostenlos. Ist diese erfolgt, kann der Designer sofort damit beginnen, sich an Wettbewerben zu beteiligen. Auf der Grundlage des Briefings des potentiellen Kunden entwickelt der Designer Entwürfe und lädt diese dann hoch. Nun entscheidet der Auftraggeber, welcher Entwurf von welchem Designer ihm am besten gefällt. Wenn es Rückfragen oder Feedback vom Auftraggeber gibt, kann der Designer direkt reagieren. Ist der Auftrag im Rahmen einer Gewinnerkürung vergeben, so erfolgt die Übermittlung der Feindaten und die Bezahlung. 

Was bieten Crowdsourcing-Plattformen für kreative Freiberufler?

Crowdsourcing Websites bieten Kreativen, die im Hauptberuf in einer Agentur oder bei einem Unternehmen tätig sind oder sich hauptsächlich um die Kindererziehung kümmern, einen einfachen Weg in die Selbstständigkeit. Zudem bietet dieses Akquisetool zahlreiche Vorteile:

  • Schneller Start möglich: Wer beginnt, über eine Crowdsourcing-Plattform Aufträge zu generieren, der benötigt nicht unbedingt eine eigene Internetseite. Denn über die Wettbewerbe präsentiert sich der Designer mit seiner Arbeit und kann so den potentiellen Kunden überzeugen. Ein flexibler, schneller Start in die Selbstständigkeit ist also jederzeit möglich. 
  • Hobby zum Beruf machen: Crowdsourcing-Plattformen eignen sich auch für all jene, deren Hobby das Designen ist. Denn hier kann sich jeder Neu-Designer ausprobieren und seine Arbeit präsentieren, ohne dabei ein Risiko einzugehen. Außerdem ist das Arbeiten unabhängig von Zeit und Ort. Daher kann der Einstieg in die Selbstständigkeit geschehen, ohne dass dies zu Lasten des Hauptberufes geht. 
  • Große Projektvielfalt: So unterschiedlich wie die Designer sind, so vielseitig sind auch die Designwettbewerbe, die gestartet werden. Daher haben Nebenberufler die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit für ganz unterschiedliche Branchen tätig zu werden. Außerdem nutzen heutzutage eine Vielzahl an Unternehmen von nahezu jeder Größe Crowdsourcing-Plattformen: Ganz gleich, ob es sich um das kleine Handwerksunternehmen handelt oder den internationalen Mittelständler. 
  • Vom Einzelauftrag zum Bestandskunden: Wer in einem Designwettbewerb überzeugt, hat gute Chancen auch Folgeaufträge einzuholen. Auf diese Weise können Kundenbeziehungen entstehen, die über Jahre Aufträge garantieren.
  • Einnahmequelle neben dem Hauptberuf: Über eine Crowdsourcing-Plattform können Designer flexibel ihr Einkommen erhöhen. Dabei gilt – anders als in den meisten Festanstelllungen – je mehr gearbeitet wird, desto mehr Geld landet auf dem Konto. 

Erfolgsrezepte erfolgreicher Designer

Wer sich als Designer nebenberuflich auf Crowdsourcing-Plattformen registriert, beginnt eine Selbstständigkeit. Daher hängt der Erfolg von den gleichen Faktoren ab wie bei jedem selbstständigen Designer auch. Zu diesen Erfolgsfaktoren zählen insbesondere:

  • Kompetenz und Einsatz: Unabhängig von dem Ausbildungsweg gilt, dass nur die Designer erfolgreich sein werden, die ihr „Handwerk“ beherrschen. Es geht also um Erfahrungen und damit um die Qualität der bei den Design-Wettbewerben eingereichten Arbeiten. Hinzu kommt das so genannte Herzblut: Gerade einer Kreativleistung wie einem Design merkt man an, ob es mit Leidenschaft erstellt oder einfach „abgearbeitet“ wurde. 
  • Beziehungsarbeit: Wer als Designer nicht nur Einzelaufträge erhalten möchte, sondern Bestandskunden sucht, sollte eine Beziehung zum Kunden aufbauen. Dies bedeutet insbesondere, dass sich der Designer ebenfalls als Berater versteht, der auch mal einen kostenfreien Tipp gibt. Das schafft Vertrauen und der Kunde wird das nächste Mal umso lieber den Auftrag an diesen Designer vergeben. 
  • Einzigartig und zügig: Die eingereichten Arbeiten sollten originell sein. Das bedeutet, dass sie optimal auf den Kunden zugeschnitten sind und zugleich neue Wege beschritten werden. Außerdem geht es um Schnelligkeit – nicht nur, aber eben auch. Der potentielle Kunde möchte nicht zu lange auf die Entwürfe warten. 
  • Zeitmanagement: Wer auf Dauer als Nebenberufler tätig sein möchte, der sollte lernen, mit seiner Zeit umzugehen. Der zeitliche Aufwand muss also in einem gesunden Verhältnis zu der Anzahl der generierten Aufträge und dem Honorarvolumen stehen. 

Fazit

Über Crowdsourcing-Plattformen können Designer Aufträge generieren und ein solides Nebeneinkommen erzielen. Die Plattformen sind daher ideal, um sich als freiberuflicher Designer auszuprobieren. Das gilt für alle, 

  • die aus der Sicherheit einer Festanstellung heraus eine Selbstständigkeit starten möchten genauso wie solche, 
  • die „nur“ eine Nebenberuflichkeit starten möchten. 

Wer jedoch dauerhaft als Designer selbstständig arbeiten möchte, der sollte sich nicht allein auf Crowdsourcing-Plattformen verlassen. Dann ist es nämlich wichtig, selbst dauerhafte Kundenbeziehungen auf- und auszubauen. 

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Minh Trang Nguyen vor 1 Monat, 2 Wochen.

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    Wer als Freiberufler oder Nebenberufler Aufträge generieren möchte, der hat zahlreiche Möglichkeiten: Neben den klassischen Arten der Akquise über Mailings, Direktkontakte und Messen, eröffnet das Internet völlig neue Wege. Zahlreiche Freiberufler – ganz gleich ob im Haupt- oder Nebenberuf – nutzen heute Crowdsourcing Websites, um an neue Aufträge zu gelangen. Dies ist mit geringem zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden. Über diesen Weg lassen sich sowohl kurzfristige Aufträge ergattern, als auch langfristige Kundenbeziehungen aufbauen. Doch was genau sind eigentlich Crowdsourcing-Plattformen? Wie funktioniert das Online Geld verdienen? Und für wen eignen sich diese Plattformen? Antworten auf diese Fragen gibt dieser Artikel.

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