Umsatzsteigerung-Dürre

Umsatzsteigerung im Sommerloch: Meine 10 To-Dos in dürren Zeiten

Kennst du als Freiberufler auch das Sommerloch? Alle Kunden sind im Urlaub und die Umsätze schmelzen dahin. In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie ich solch auftragsschwache Phasen nutze, um an einer künftigen Umsatzsteigerung zu arbeiten. Hier sind meine persönlichen Maßnahmen:


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1. Das eigene Portfolio aktualisieren

Oft haben sich im Laufe eines Jahres viele neue Projekte angesammelt. Manchmal sind auch namhafte Kunden dabei. Es lohnt sich dies zu kommunizieren. Ein Motto sagt: „Wer da war entscheidet wer hingeht“. Tolle Referenzen sind für Neukunden oft ein stichhaltiges Qualitätsmerkmal. Deshalb aktualisiere ich mein Portfolio regelmäßig, um dadurch Neukunden gewinnen zu können. Das Sommerloch bietet die perfekte Gelegenheit.


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2. Kundenmeinungen sammeln

Eng mit dem Portfolio verknüpft sind auch die Kundenmeinungen. Gute Kundenmeinungen dienen nicht nur der Umsatzsteigerung bei Amazon Produkten oder Hotelreservierungen. Kundenmeinungen versuche ich aktiv von meinen Auftraggebern am Ende eines Projekts einzufordern. Kein von mir geschriebener Marketingtext kann auch nur ansatzweise die Überzeugungskraft einer authentischen Kundenmeinung erzeugen. Um diese Authentizität zu erhöhen, bitte ich meine Auftraggeber direkt in entsprechenden Bewertungsportalen ihre Kundenmeinung einzutragen bspw. in GoogleMyBusiness.


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3. Lebenslauf aktualisieren

Wenn ich schon dabei bin mein Portfolio zu aktualisieren schaue ich auch, welche Änderungen sich in meinem Lebenslauf ergeben haben. Klingt zwar abgedroschen und wie ein Bewerbungstipp aus der 9. Klasse, aber viele Jobs habe ich erhalten, weil Kunden etwas ganz spezielles in meinem Lebenslauf gefunden haben. Zu meiner Überraschung waren es Einträge, die nur geringe Schnittpunkte mit meiner Tätigkeit als Designer haben. So bin ich beispielsweise durch einen Eintrag über einen Workshop in einem Unternehmen an eine Dozententätigkeit an der Hochschule gekommen und darüber an weitere Seminare.


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4. Umsatzsteigerung durch Einträge in Datenbanken und Verzeichnisse

Datenbanken und Verzeichnisse gibt es für fast jede Branche. Oft ist die Eintragung kostenlos. In auftragsschwachen Phasen versuche ich in solchen Datenbanken meine Einträge zu platzieren und meine Website zu verlinken. Durch die Eintragung und der Platzierung eines Links ist man über Suchmaschinen besser auffindbar. Eine gute Auffindbarkeit in Suchmaschinen führt zu neuen Aufträgen und letztlich ebenfalls zur Umsatzsteigerung. Ich war in der Vergangenheit oft überrascht, welche Ergebnisse ich mit einer simplen Eintragung in ein Branchenverzeichnis erzielen konnte. Insbesondere dann, wenn die Datenbanken regionale Suchkriterien für die Suchenden bieten.


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5. Fachwissen teilen

Als Freiberufler bist du Experte für ein ganz spezielles Themengebiet. Es lohnt sich dieses Wissen mit Anderen zu teilen. Sei es über einen eigenen Blog, E-Mail Newsletter, Podcasts, YouTube Videos oder anderen Social–Media–Kanälen. Auch wenn zu Beginn viel Aufwand einem überschaubaren finanziellen Umsatz gegenübersteht, kann sich diese Maßnahme zur Umsatzsteigerung lohnen. Wenn ich Zeit habe schreibe ich ein paar Blogbeiträge im Voraus und veröffentliche sie dann zeitgesteuert zu einem späteren Zeitpunkt. Daraus kann noch viel mehr entstehen. Beispielsweise ein ganzes Buch in dem man das eigene Wissen teilen kann. So ist beispielsweise mein Buch: »Selbstständig in 25 Tagen« entstanden.


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6. Gastbeiträge veröffentlichen

Wenn es nicht gleich ein eigener Blog sein soll, gibt es viele Seiten und Blogs, die es ermöglichen Gastbeiträge zu veröffentlichen. Auch in dieser Form lässt sich das Expertenwissen teilen und einen Link zur eigenen Seite platzieren. Die bessere Auffindbarkeit deiner Leistungen im Internet ist aber nur ein positiver Effekt. Für mich haben sich daraus in der Vergangenheit auch tolle Kooperationen mit den Betreibern der Seiten ergeben, auf denen ich die Gastbeiträge platziert habe. Gute Kooperationen gehören aus meiner Sicht zum besten Mittel um die eigenen Umsätze nachhaltig zu steigern.


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7. In Foren helfen

Auch Foren nutze ich, um Menschen mit meinen Erfahrungen zu helfen. Ich habe im Laufe der Zeit festgestellt, dass manche Selbstständige die Funktion von Foren nicht richtig verstehen oder nutzen. Sie platzieren einen Link zu ihrer Dienstleistung und melden sich dann nie wieder. Aus meiner Sicht sind Foren eher dazu da, um Beziehungen zu den Mitgliedern aufzubauen. Dazu ist es notwendig in Foren regelmäßig aktiv zu sein. Erst nach einer längeren Phase des Kennenlernens können dann auch Aufträge oder Kooperationen entstehen. Meine Strategie ist deshalb in wenigen Foren aktiv zu sein statt in vielen Foren nur ab und zu etwas zu posten.


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8. Bewerben für Projektarbeiten

Glücklicherweise hatte ich in den vergangen Jahren so viele Aufträge, dass ich mich nicht aktiv bewerben musste. Gerade in der Gründungsphase kann es aber sinnvoll sein auftragsschwache Phasen mit Jobs als Freelancer z.B. in einer Agentur für ein bestimmtes Projekt zu überbrücken. Es gibt einige Agenturen die händeringend nach Fachleuten für die Umsetzung größerer Projekte suchen.

Das hat gleich zwei Vorteile. Man ist über mehrere Monate finanziell abgesichert und kann am Ende unter Umständen ein Projekt mit einem namhaften Kunden im eigenen Portfolio platzieren. Das erleichtert später die Akquise für neue Aufträge.

Aber Vorsicht: Manchmal ist diese finanzielle Sicherheit so verlockend, dass man vom Pfad der freiberuflichen Tätigkeit abkehrt und in ein Angestelltenverhältnis rutscht, weil man sich kaum noch um neue Aufträge bemüht. Arbeitest du für eine Agentur auf freiberuflicher Basis ist die Geschäftsbeziehung zu anderen Kunden jedoch zwingend notwendig, da du sonst dem Verdacht der Scheinselbstständigkeit unterliegst und das ist illegal.


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9. Vorhandene Arbeiten besser nutzen

Falls ich den Kunden aus vergangen Aufträgen keine exklusive Nutzung zugesichert habe, versuche ich die Arbeiten so effizient wie möglich weiter zu verwenden. Fotografien und Illustrationen lade ich dann auf entsprechende Bildportale und biete diese zum Download an. So kann ich durch den Verkauf der Bilder monatlich zusätzliche Einnahmen generieren. Natürlich kostet es etwas Zeit die entsprechenden Arbeiten auf der Festplatte zu finden, in die geforderten Formate umzuwandeln und hochzuladen. Ein auftragsschwaches Sommerloch ist dazu die beste Gelegenheit.


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10. Einsparmöglichkeiten prüfen

Dieser Tipp führt zwar nicht zur Umsatzsteigerung, dennoch nutze ich das Sommerloch oft um meine Ausgaben im Detail zu kontrollieren. Oft ergeben sich gute Einsparmöglichkeiten wie beispielsweise bessere Konditionen für Internet und Telefon, Versicherungen oder Ähnliches. Persönlich habe ich beispielsweise als Designer eine gute Alternative zu meiner Gestaltungssoftware gefunden und kann somit jährlich, ohne Qualitätseinbußen meiner Arbeit, über 700 EUR sparen. Durch diese Einsparung kann ich auch mit weniger Umsatz klarkommen ohne meinen Lebensstil einschränken zu müssen.


Fazit

Auftragsschwache Phasen sind in meinen Augen kein Grund dafür, sofort in Depression zu verfallen und die gesamte Selbstständigkeit in Frage zu stellen. Es gibt so viele Möglichkeiten auch diese Zeit produktiv zu nutzen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Beitrag ein paar Anregungen mit auf den Weg geben konnte. Vielleicht hast du auch ein paar Dinge die du in dieser Zeit erledigst, um deine freiberufliche Tätigkeit weiter auszubauen. Ich würde mich freuen, wenn du sie in den Kommentaren mit mir teilst. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!

 

von Ralf
Seit Abschluss seines Designstudiums im Jahr 2009 ist Ralf erfolgreich als freiberuflicher Designer tätig. Daneben ist er Autor des Blogs freiberufler-werden.de.

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