Visitenkarte selbst gestalten – Das musst du unbedingt wissen!

Im letzten Beitrag habe ich dir gezeigt, wie du dein Logo selbst erstellen kannst. Hier möchte ich dir erklären, wie du eine Visitenkarte selbst gestalten kannst. Visitenkarten sind auch im digitalen Zeitalter noch ein beliebtes Mittel, um Kontaktdaten auszutauschen. Worauf du bei der Gestaltung deiner Visitenkarte achten solltest, erfährst du in diesem Beitrag.

Was soll deine Visitenkarte kommunizieren?

Wirklich wirkungsvoll sind Visitenkarten, wenn sie perfekt zu deinem Logo und deinem restlichen Unternehmensauftritt passen. Dementsprechend solltest du dir vor der Gestaltung ein paar Gedanken zur Kommunikationsstrategie machen. So wirkt am Ende alles wie aus einem Guss und professionell. Letztendlich solltest du, bevor du deine Visitenkarte selbst gestaltest, Antworten auf diese Fragen haben:

Schließlich geben dir die Antworten auf diese Fragen eine grobe Richtlinie für die Gestaltung deiner Visitenkarte.

Diese Angaben sollten auf keiner Visitenkarte fehlen:

Viele Kontaktdaten lassen sich dank Suchmaschinen auch online ausfindig machen. Dennoch kannst du dem Empfänger deiner Visitenkarte den Aufwand einer Recherche ersparen, indem du zumindest diese Angaben auf deiner Visitenkarte platzierst:

  • Firmenname und Logo (falls vorhanden)
  • Slogan zu deinem Alleinstellungsmerkmal
  • Name und ggf. akademische(r) Titel
  • Funktion
  • E-Mail
  • Website
  • Adresse
  • Telefonnummer

Vermeide diese Fehler, wenn du deine Visitenkarte selbst gestalten möchtest:

Zu klein gewählte Schrift

Das Format einer Visitenkarte misst gerade mal 85 x 54 mm. Hierbei handelt es sich um das in Europa gängige Scheckkartenformat. Folglich bietet es nicht gerade viel Platz, um Informationen unterzubringen. Oft neigen wir dazu, möglichst viele Infos abzubilden. Dadurch nehmen wir auch kleine Schriftgrößen in Kauf. Dennoch sollte die Schrift gut lesbar sein. Weil die Lesbarkeit von Schriftarten unterschiedlich sind, kann man nicht pauschal eine feste Schriftgröße empfehlen. Gängige Schriftarten sollten nicht kleiner als 7pt sein. Achte darauf, dass alle Textzeichen auf der Visitenkarte auch von älteren Menschen gut lesbar sind.

Die Schrift wurde zu dünn gewählt

Inzwischen gibt es viele professionelle Schriftarten. Mitunter bieten diese verschiedene Schriftschnitte. Neben fett-gedruckten Zeichen gibt es auch sehr dünne Zeichen. Je nachdem wie dünn die Linien der einzelnen Zeichen sind, kann dies beim Druck zu Problemen führen. Oft wirkt die Schrift verwaschen. Das Gleiche gilt für dünne Linien (unter 0,25 mm). Im Übrigen tritt dieser Effekt besonders dann auf, wenn helle Schrift oder Linien auf dunkle Hintergründe gesetzt werden. Wähle also Schriften und Linien nicht zu dünn, wenn du deine Visitenkarte selbst gestalten möchtest.

Visitenkarten wirken angeschnitten

Anfänglich habe ich das Format 85 x 54 mm erwähnt. Das sind die endgültigen Maße einer Visitenkarte. Allerdings benötigen Druckereien für die Produktion eine sogenannte Beschnittzugabe. Diese liegt meist zwischen 1 bis 3 mm für jede Seite des Randes. Entsprechend muss das Layout der Visitenkarte im Programm größer angelegt werden. Somit muss bei einem Endformat von 85 x 54 mm das Layout mit 87 x 56 mm angelegt sein, wenn die Beschnittzugabe der Druckerei 1 mm beträgt. Innerhalb des Endformates sollten Texte, Logo und andere Objekte mindestens 3 mm Abstand zum Rand aufweisen.

Falscher Farbraum

Vielleicht kennst du das Phänomen: Du druckst eine Grafik aus und die Farben sehen auf dem Druck anders aus als auf dem Bildschirm. Das liegt zum einen daran, dass die Geräte wahrscheinlich nicht kalibriert sind. Außerdem kann es sein, dass die Farbabweichung durch die Konvertierung der Farbräume entstanden ist. Deshalb sollten deine Unternehmensfarben sowohl im RGB als auch im CYMK-Farbmodell definiert sein. 

Dabei ist RGB der Farbraum für Bildschirme. Demgegenüber steht das Farbmodell CYMK für Drucke. Folglich solltest du die Farben immer im CYMK-Farbraum anlegen, wenn du deine Visitenkarte selbst gestalten möchtest.

Zu viele Schriftarten

Weil unser Platz auf Visitenkarten sehr begrenzt ist, neigen wir oft dazu, Platz zu sparen, indem wir Textblöcke nah aneinander setzen. Darunter leidet die Übersichtlichkeit. Um dennoch eine optische Trennung zu erreichen, arbeiten viele mit verschiedenen Schriften und Farben. Dadurch wirkt das Layout der Visitenkarte jedoch unter Umständen sehr unruhig. Dementsprechend ist es besser, maximal zwei verschiedene Schriftarten einzusetzen. Das Gleiche gilt für Schriftgrößen. Je weniger Varianz, desto klarer wirkt das Design. Wenn möglich sollten die einzelnen Informationsblöcke immer durch großzügige Abstände voneinander unterscheidbar sein und nicht durch unterschiedliche Schriftstile.

Geringe Kontraste

Abgesehen von der Schriftgröße spielen auch die Kontraste zwischen Schrift und Hintergrund für die Lesbarkeit eine große Rolle. Somit wirkt dunkelgraue Schrift auf hellgrauem Hintergrund vielleicht edel, trägt aber nicht unbedingt zur Lesbarkeit bei. Ebenso können auch Hintergrundbilder problematisch sein. Diese können an manchen Stellen den Kontrast zur Schrift stark verringern. Darüber hinaus kann es sein, dass im Druck die Visitenkarte unleserlich wirkt, obwohl das Schriftbild im Entwurf am Computer gerade noch leserlich war. Wer eine Visitenkarte selbst gestalten möchte, sollte demnach immer darauf achten, dass die Schrift sich deutlich vom gewählten Hintergrund absetzt.

Eine professionelle Visitenkarte selbst gestalten

Nachdem du nun einige Hinweise erhalten hast, was du vermeiden solltest, möchte ich dir im Folgenden noch ein paar Tipps geben, wie deine Visitenkarte professioneller wirken kann.

Lenke den Fokus des Betrachters

Das Auge des Lesers sollte ohne Mühe die wichtigsten Informationen erkennen. Somit solltest du dir überlegen, was die wichtigsten Informationen auf deiner Visitenkarte sind und diese hervorheben. Ist dein Name, der Name des Unternehmens oder der Slogan am wichtigsten? Beispielsweise kannst du durch fett gedruckte Buchstaben, eine leicht größere Schrift oder mit einer Akzentfarbe den Fokus des Betrachters lenken.

Kreativität auf der Rückseite

Je nachdem wie komplex die zu platzierenden Angaben sind, hast du auf der Rückseite deiner Visitenkarte Platz. Hier könntest du, ergänzend zur Vorderseite, nochmal groß dein Logo oder deinen Slogan platzieren. Ich persönlich finde es besser, diese Seite kreativ zu nutzen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • eine simple weiße Rückseite, um einen persönlichen Gruß oder eine Notiz vom gemeinsamen Treffen festzuhalten
  • Informationen, die für deine Zielgruppe von großem Nutzen sind, sodass sie alleine deshalb deine Visitenkarte mitführen (beispielsweise ein Kalender, ein Glossar mit wichtigen Begriffen aus deiner Branche oder Ähnliches)
  • je nach Branche ist auch eine Art Coupon denkbar, welchen du auf die Rückseite platzieren kannst

Nutze Vorlagen

Als »Nicht-Designer« ist es schwierig, eine Visitenkarte in professionellem Layout von Grund auf neu zu entwerfen. Stattdessen empfehle ich den Einsatz von Vorlagen. Entsprechend den Infos aus diesem Beitrag kannst du die Vorlage professionell an deine Bedürfnisse anpassen. Wenn du bei der Anpassung die zuvor aufgezählten Fehler vermeidest und die Tipps umsetzt, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit eine professionelle Visitenkarte selbst gestalten können.

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Dazu möchte ich dir das Onlinetool Canva empfehlen, mit dem du Zugriff auf über 420.000 Vorlagen hast. Zusätzlich kannst du diese ganz einfach an deine Bedürfnisse anpassen und direkt drucken lassen. Um Beschnittzugaben und Farbmodelle musst du dir dann keine Sorgen machen. Mit dem folgenden Coupon kannst du das Tool unverbindlich 45 Tage kostenfrei testen und erhältst zusätzlich noch 15% Rabatt auf deine Prints.

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Fazit

Mithilfe moderner Online-Designtools und tausenden von Vorlagen braucht es für die Gestaltung einer Visitenkarte nur noch selten einen Designer. Auch »Nicht-Designer« können zu professionellen Ergebnissen kommen, wenn ein paar Gestaltungsgrundlagen eingehalten werden. Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr. Eine überladene Visitenkarte wirkt oft unprofessionell. Ebenso wirkt es unprofessionell, wenn die Empfänger die Informationen auf der Karte nicht klar erkennen können. Wenn du deine Visitenkarte selbst gestalten möchtest, solltest du unbedingt auf Lesbarkeit und Übersichtlichkeit achten.

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